Kellerjochumrundung – Rund um das Kellerjoch

Der nordöstliche Gebirgsstock der ins Inntal auslaufenden Tuxer Alpen, das Kellerjoch, der vom Einheimischen „Kellner“ genannt wird, stellt eine hervorragende und interessante Möglichkeit zur Umrundung dar. Der Loassattel bildet bei der Umrundung den südwestlichen Übergang, der das Kellerjoch als eigenständigen Gebirgsstock der Tuxer Alpen abgrenzt. Bei dieser landschaftlich sehr ansprechenden Bergtour wird das Gebirge in einer Höhe zwischen etwa 1.750 m, am tiefsten Punkt und 2.260 m am höchsten Punkt umwandert. Die Tour erfolgt vollständig auf markierten Steigen, den Einkehrpunkt nach etwa 2/3 der Wegstrecke bildet die Kellerjochhütte und zum Abschluß die Pirchnerast am Schwazer Zintberg.

Kellerjoch mit Kreuzjoch und Kellerjochhütte gegenüber

Zur vorgestellten und vorgeschlagenen Rundwanderung können einige Varianten gewählt werden, so der Aufstieg mit der Kellerjochbahn von Schwaz auf das Hecherhaus und damit eine deutliche Verringerung der Steighöhe (auf 1.100 Hm ohne Aufstieg auf die Knappenkapelle), der Start auf dem Sattel oberhalb der Loas mit ebenfalls einer Verringerung der Steighöhe (auf 900 Hm), der Start am Spieljoch unter Benutzung der Fügener Spieljochbahn (auf 1.000 Hm) und schließlich mit dem Ausgangspunkt am Gasthof Schellenberg auf der Straße nach Hochfügen, bei der die Steighöhe 1.140 Hm beträgt. Letztere Möglichkeit mit einem sehr eingeschränkten Parkplatzangebot.
Zu beachten ist beim Ausgangspunkt von der Nordseite, daß der lange Aufstieg leicht oberhalb des Loassattels auf den Kuhmöser anstrengend ist, da man schon einige Kilometer und Anstiege absolviert hat.

Waldweg ab dem Parkplatz

Die Variante, die in diesem Bericht behandelt wird, ist jene mit der meisten Steigarbeit und die längste hinsichtlich der Strecke. Wir haben sie zusätzlich um den landschaftlich bezaubernden nördlich auslaufenden Gratzenkopfkamm erweitert, auch um das Erlebnis mit schönen Fotomotiven vom Norden auf den Kellerjochstock zu erweitern. Diese Runde schlägt mit 1.800 Hm zu Buche, unsere Gesamtzeit betrug 10 Stunden, siehe den Schluß des Berichtes.
Läßt man den Gratzenkopfkamm und den Aufstieg auf die Knappenkapelle weg und steigt von der Kellerjochhütte direkt über die Proxenalm wieder zur Pirchneraste ab, dann verringert sich der Gesamtaufstieg auf 1.560 Hm, siehe Route in der Bildergalerie.

Blick ins Inntal am herrlichen Tag

Der Start am Zintberg hat den Vorteil der Nordseite, die morgendliche Sonnenbestrahlung wird erst am Sattel zur Ostseite Richtung Spieljoch erreicht, der Aufstieg über die Proxenalm erfolgt im Schatten des Gratzenkopfkamms. Dies spielt angesichts der nunmehr bereits im Juni heißen Tage beim ersten Anstieg über knapp 900 Hm eine erleichternde Rolle.

das Kellerjochmassiv unterhalb der Proxenalm erstmals in Sicht

Für all jene, denen die durchwegs moderaten Parkgebühren im Inntal Kopfzerbrechen bereiten, sei erwähnt, daß der Parkplatz an der Pirchneraste kostenlos zu benützen ist. Direkt hinter dem Parkplatz führt bergseitig ein Waldweg gleich steil ansteigend über die Abkürzung zum Fahrweg zur Proxenalm. Nach dieser Aufwärmstrecke setzt die Wanderung am Fahrweg über ca. 800 m fort, bevor der Waldweg abzweigt.

Gelände oberhalb der Proxenalm

Bei unserer Begehung war der Waldweg seitlich wunderbar ausgemäht, sodaß die Pflege der Steige sichtlich bemerkbar war. An der Proxenalm herrschte noch Ruhe, als wir sie nach einer knappen Stunde gegen 7:30 erreichten. An der Alm betritt man den Fahrweg zur alten Kellerjochhütte und zur Materialseilbahn der Kellerjochhütte. In diesem schön begrünten Kar steigt der Weg über die westliche Karbegrenzung, eine Rippe, die die Tatzlseite von der Proxenalm trennt, steiler als zuletzt über Serpentinen auf deren Hochleger auf (in TIRIS maps ist der Hochleger fälschlich mit der etwas tiefer liegenden alten Kellerjochhütte verwechselt worden, Stand Juli 2026).

im Vordergrund der Hochleger der Proxenalm, weiter unten die alte Kellerjochhütte

Kurz nach dem Erreichen der Rippe führt der Weg mäßig steil zur Materialseilbahn weiter, bei dem auch der Zustieg zur Kellerjochhütte vom Zintberg aus abzweigt. Dieser Steig, der bei einer kürzeren Bergtour vom Zintberg auf die Kellerjochhütte und die Knappenkapelle behandelt wird, ist hier am Blog unter Kellerjochrunde über den Gratzenkopf 2.089 m zu finden.

Blick zur Kellerjochhütte

Unsere Umrundung des Kellerjochgebirges führte uns aber vorbei an der Materialseilbahn und dem Steig zur Hütte in die entgegengesetzte Richtung, auf den Ansatz des Gratzenkopfkamms. Dieser Steig zweigt ebenfalls an der Materialseilbahn ab, zu Beginn mit leichter Steigung auf den Sattel mit einer kleinen Lacke vor der wunderbaren Kulisse des Achentals in der Ferne.

kleine Lacke am Sattelkopf am Sparkassenweg mit Blick ins Achental

Vom Sattelkopf aus kann man den Steig zum Gratzenkopfkamm gut einsehen, er verläuft girlandenartig im oberen Karhang der Proxenalm, unterhalb des Steigs von der Knappenkapelle herab, ohne nennenswerten Höhengewinn und Steigung. Er ist Teil des „Sparkassenwegs“, der von der Kellerjochhütte zur Schwaderalm führt.

rostrote Almrose – Rhododendron ferrugineum

Die Nachforschung über die Entstehung von „Sparkassenwegen“ hält die Erklärung bereit, daß diese durch Sponsortätigkeit aufgrund des gesetzlichen Auftrags der Sparkassen zum Gemeinwohl beizutragen, in früherer Zeit entstanden sind.

am Sattelkopf am Sparkassenweg; im Hintergrund der Sattel zum Gratzenkopf und das Kri-Egg

Am Gratzenkopfkamm angekommen öffnet sich ein herrlicher Blick nach Osten in das schöne und dem Inntal verborgene Öxltal, in das sich eine bärige Radltour von Rotholz aus unternehmen läßt, siehe hierzu: Frühjahrsrunde ins Öxltal über Maria Brettfall

Stefan am Sattel zum Kri-Egg

Nach Norden erstreckt sich der einladende Gratzenkopfkamm, der uns bereits lange vor der vollendeten Umrundung Appetit auf seine Begehung machte. Zunächst jedoch richtete sich unser Blick auf den Anstieg in der Westflanke der Felsnase mit der sonderbaren Bezeichnung „Kri-Egg“ nach TIRIS.

Blick hinab in das schöne Öxltal

Dort erreichten wir den „Alpinsteig“ zum sogenannten „Falschegg“, dem Ausgangspunkt der Umrundung, wenn sie vom Spieljoch aus unternommen wird. Am Joch am Kri-Egg erstreckt sich das obere Öxltal hinauf zum Spieljoch, auf dem die Bergstationen der Spieljochbahn und der Geolsbahn sichtbar sind.

Blick hinab in das Kar der Proxenalm

Dies ist der erste Hochpunkt der Kellerjochumrundung, an der der Blick über die bärigen Schitourenziele der Alpbacher Berge bis weit hinab in die Kitzbüheler Alpen reicht. Bis hierher wurden 950 Hm zurückgelegt.

Kellerjochjoch mit Kellerjochkapelle

An diesem Punkt beginnt eine längere Gefällestrecke hinab zum Hochpunkt am Kamm vom Spieljoch herauf und dem beginnenden Ausläufer des Falscheggs vom Metzenjoch. Der folgende Abstieg beträgt etwa 190 Hm, der Aufstieg zum Kamm mit der ersten Rastbank 50 Hm.

am Sattel angekommen

Am Abstieg kann man die Nordostwände des Metzenjochkamms gut beobachten. Diese für die Tuxer Alpen recht schroffen Abhänge mit bis zu 200 m Wandhöhe werden durch das sehr zähe und verwitterungsresistente Gestein Augengneis gebildet, mit der Typlokalität Schwazer Augengneis.

der Abstieg zum Falschegg beginnt

Man kann die sogenannten Augen gut im Gestein erkennen, die meist weißlich helle Knöpfe des Minerals Feldspat im Gestein darstellen. Auf dem Anstieg zum Kuhmöser gibt es einige ausgeprägte Felsbrocken direkt neben dem Steig davon.

Nordabbrüche am Metzenjoch

Dieser Grat, vom Kreuzjoch (Kellerjoch) über das Metzenjoch und die Metzenspitze sowie über das Falschegg kann überschritten werden. Dies allerdings ist eine ernste und phantastische Kletterei mit steilen Wiesenhängen, die, wenn naß, tückisch sein können. Der Bericht dazu ist auf diesem Blog unter dem Link: „Metzenjoch bis Kellerjoch – Überschreitung“ zu finden.

Wiederaufstieg auf das Falschegg vor uns

Vom Rastbankl aus, das direkt bei der Ankunft am Kamm errichtet wurde, besteht ein herrlicher Blick auf das Zillertal in der Tiefe, jedoch noch eindrucksvoller auf die Riesen des Zillertaler Hauptkamms und des Tuxer Kamms.

Am Falschegg mit dem Ostausläufer der Metzenspitze

Am frühen Vormittag zwar noch in gleißendem Gegenlicht der bereits unerbittlichen Sonneneinstrahlung, jedoch in ihrer Höhe trotz 32 bis 35 km Entfernung beeindruckend sichtbar. Wir erreichten diesen östlichen Wendepunkt der Umrundung im 9 Uhr, womit ein gutes Drittel der Gesamtwegstrecke sowie knapp mehr als 50% des Gesamtaufstiegs erreicht wurden.

Fernblick in die Zillertaler Alpen Süd

Nach einer Trinkpause setzten wir die zunächst über eine lange Weg- sowie Zeitstrecke abfallende Umrundung fort. Die nächste Teiletappe sollte der Hochleger der Gartalm sein. Dazu führt der Steig etwa höhengleich über eine markante Rippe, die vom Metzenjoch als südöstlicher Grat ausgesendet wird und sich im Abhang zur Gartalm im Hang verliert, bevor an der Rippe der Abstieg des Fahrwegs über Serpentinen beginnt.

Gartalm mit dem grandiosen Karkessel zwischen Kuhmöser und Kellerjoch

Von der Rippe aus besteht ein wunderbarer Blick zur Gartalm sowie in den eigenwilligen Karkessel, der von Kuhmöser und Kellerjoch eingeschlossen wird und in dem man des Winters auf einer bärigen Schitour meint, man sei irgendwo im Karakorum, weit ab von Zivilisation. Dieser Eindruck kann in den Bildern der Schitour Kellerjoch (Kellner), 2.344 m von Schellenberg hier am Blog nachvollzogen werden. Mit etwas niedrigeren Gipfeln versteht sich.

Gartalm und das geschlossene Gartalmhaus

Zu unserer Überraschung fanden wir die Gartalm verschlossen vor. Zwar wurde daneben im Stall der Gartalm gearbeitet, das Gartalmhaus jedoch ohne Hinweis auf ein Öffnungsdatum oder zukünftiges Vorhaben verlassen. Nicht, daß wir eine Pause notwendig gehabt hätten, aber ein Getränk vor der langen Strecke zum Loassattel hätten wir vorgehabt einzunehmen.

Gartalm und Kellerjochkapelle am Kreuzjoch

Somit begnügten wir uns mit dem Auffüllen der Wasserflaschen, die bereits zum Großteil geleert waren und zogen weiter hinab seitlich am Gartalm Niederleger vorbei in Richtung Südwesten unter den Abhängen des Kuhmösers.

Hochfügen und Rastkogel links sowie Pfaffenbichl rechts

Ein Teil des Steigs zum Loassattel etwa nach den ersten zehn Minuten des Abstiegs wurde kürzlich neu gerichtet und verbreitert und führt unter einem alten Lawinenteilungsbauwerk bis in die flacheren Hänge, die im Winter eine bärige Abfahrt vom Kuhmöser darstellen, falls man zu Beginn des Märzens die richtige Zeit erwischt, zu dem die Sonneneinstrahlung den Hang noch nicht ausgeapert hat.

Rückblick auf den Steig von der Rippe zur Gartalm

An diesem Hang verrichtet die Sonne ihr Werk vom Aufgang im Gebirge bis zum Untergang, weshalb er meist schon zu Beginn im März ausapert, siehe die Schitour: Schitour Kuhmöser, 2.264 m

Brunnen mit bestem Quellwasser für die Hitzeschlacht auf den Kuhmöser

Eindrucksvoll liegt am Weg zum Loassattel der Finsinggrund mit dem Schigebiet Hochfügen und der höchste Gipfel in den östlichen Tuxern, der Rastkogel, im Blickfeld. Der Steig oder aufgrund der Verbreiterung der Weg zieht mit mäßiger Steigung gegen den Wald, der zwischen dem Loassattel und den Südhängen des Kuhmösers bis weit hinauf in die Gipfelregion zieht.

im Lawinenhang zum Kuhmöser

Kurz vor dem Wald und darin fällt er nochmals 50 Hm ab, welche wir als unnotwendig empfanden, wollten wir ja nicht zum Loassattel hinab, sondern auf den Kuhmöser aufsteigen. Er endet auf der großen Wiesenfläche, die sich als Lawinenschneise bis in die Gipfelregion hinaufzieht und etwa 50 m oberhalb des Parkplatzes am Loassattel. Kurz zuvor erreichten wir noch im Wald einen Quellbrunnen, von dem sich die Wasserqualität lohnt, alle Vorratsflaschen zu füllen.

Blick hinab auf die Loas

Da es mittlerweile um halb elf Uhr kräftig auf den Buckel brannte und wir vorsichtshalber die Sonnencreme erneuerten, erlebten wir diesen Teil des Aufstiegs als besonders anstrengend. Am Wiederaufstiegspunkt wurden bereits knapp 12 km mit 1.050 Hm in 4 Stunden gemeistert, 520 Hm lagen bis zum Gipfel des Kuhmösers vor uns.

Blick auf den Parkplatz der Loas

Zu Beginn des Aufstiegs konnte man sich noch im Wald verkriechen, dann muß dieser über die Lawinenschneise Richtung Nordosten gequert werden, bevor der letzte Waldfetzen der Gegenseite nochmals eine Minute Schatten spendet. Oberhalb dieses Saums waren wir dann völlig der Sonne ausgesetzt, allerdings auch schon wieder in einer Höhe, in der ein leichtes Lüftl durch die Thermik etwas Abkühlung brachte.

offene Hangquerung am Ende der Waldstrecke; oben rechts führt der Steig weiter

Vom Beginn der schroffigen Region zum Gipfel entstiegen wir dem feuchtheißen Klima in die alpinere Mischung von Feuchte und Temperatur, wodurch die Belastung geringer und das Steigen angenehmer wurde. Stefan preschte von Beginn des Anstiegs voraus und wartete am Abzweig des Umgehungssteigs zur Kellerjochhütte, um gemeinsam die 70 Hm Restaufstieg zum Kuhmöser zu absolvieren.

Stefan an der Abzweigung der Umgehung des Kuhmöserergipfels

Eine nur kurze Trinkpause am Kuhmöser durften wir uns genehmigen, denn Stefan roch förmlich das Bier auf der gegenüberliegenden Kellerjochütte, die seit ein paar Wochen von Christine bewirtschaftet wird. Nach ein paar Fotos auf die Dreitausender im Zillertaler Hauptkamm stiegen wir den selben Höhenunterschied wieder auf den Umgehungssteig zur Kellerjochhütte ab.

Kuhmöser, 2.264 m

Dieser führt mit mäßigem Auf und Ab von etwa 60 Hm westseitig des Grates innert knapp 20 min zur Hütte, wo wir wenige Minuten nach Mittag eintrafen, mit Hirtennudeln Energie zuführten, so wie auch Mineralsalze durch das Getränk. Es lag ja noch eine nicht unbedeutende Strecke mit Aufstiegen vor uns.

Rückblick auf das Spieljoch mit Geolsbahn; links der Grat am Metzenjoch

Seit der Bettelwurfhütte hatte sich Christine zwei Wachhunde zugelegt, die Dackel Fräulein Erle und Leopold, die sich aus der Hütte zu uns wagten.

Mittagessen auf der Kellerjochhütte

Nach einer Stunde Mittagspause setzten wir unsere Umrundung des Kellerjochmassivs nicht mit dem Abstieg zur Materialseilbahn, sondern mit dem Aufstieg zur Knappenkapelle am Kreuzjoch fort.

Stefan und Hüttenwirtin Christine

Da wir über den Gratzenkopf absteigen wollten, bot sich diese Variante als sinnvoller und schöner an. Bereits im Aufstieg zur Knappenkapelle stellt man unweigerlich die omnipräsente Dominanz der zwar kleinen Schafherde fest, die sich im Bereich der Kapelle und in den tieferen Hängen tummelt, jedoch ohne zu vermeiden, deutliche Verdauungsspuren zu hinterlassen. Selbst auf den Felsblöcken am Abstieg zum Gratzenkopf muß man aufpassen, sich nicht in deren Losung zu setzen.

110 Hm trennen die Kellerjochhütte von der Knappenkapelle

Auf dem Kreuzjoch genießt man einen herrlichen Rundumblick. Sowohl tiefe Einblicke in die Zillertaler Alpen als auch in das grandiose Karwendel und das Rofangebirge bestehen dort.

kurze Rast an der Knappenkapelle am Kellerjoch

Die Fernsicht bis zum 50 km entfernten Wilden Kaiser ist dank der zentralen Lage im Inntal ebenfalls einen Blick wert, auch wenn an unserem Tag die Luftfeuchtigkeit die Fernsicht stark abschwächte.

Blick in die Tuxer Alpen; im Vordergrund Verbindungsgrat zum Kuhmöser

Am Weg hinab trafen wir einen der Wegmacher vom Alpenverein und unterhielten uns über die notwendigen Arbeiten nach dem Winter, bei denen vor allem die durch Anraum von Schnee und durch Lawinen verbogene Schilder ausgetauscht werden müssen.

Knappenkapelle am Kellerjoch

Da man am Berg zusammenhilft boten wir an, die alten Schilder von den Wegweisern am Kri-Egg und am Sparkassenweg zum Auto unterhalb des Proxenstands hinab zu tragen und hatten unsere Rucksäcke dadurch wieder etwas beschwert.

schön gelegene Kellerjochhütte

Der Kamm über den Gratzenkopf stellt nach Meinung des Verfassers eine schönere Alternative zum Abstieg dar, als jener über die Materialseilbahn und das Gelände der Proxenalm.

bäriger Steig zum Sattel

Er ist zwar ab dem Proxenstand recht steil bis zum Fahrweg, jedoch ist die Wanderung am Kamm beeindruckend. Vom Fahrweg kann man eben in 10 min zur Proxenalm marschieren oder über den Fahrweg absteigen.

episches Bild auf das Kellerjochmassiv vom Gratzenkopf

Am Fahrweg gibt es zwei Abkürzungen, die als Steige durch den Wald führen, um die Strecke zu verkürzen. Der obere Waldweg führt in Plumpmoos an die Österer Alm mit einem bestechenden Blick auf das Kellerjoch. Der untere dieser Waldwege führt abschließend zur bärigen Schafmicheleast mit einem wunderschönen Ausblick über das Inntal.

Stefan am Gratzenkopf, 2.087 m

Abschließend empfahl sich zum Ausklang der phantastischen Umrundung des Kellerjochmassivs die Einkehr in die Pirchnerast, um beim Bier und dem fortgeschrittenen Nachmittag den unvergesslichen Bergtag ausklingen zu lassen.

bäriger Blick von der Österer Alm auf Plumpmoos zum Kellerjoch

Diese Umrundung des Kellerjochmassivs führt über eine Gesamtstrecke von 21,1 km, die stets auf Wegen und Steigen erfolgt. Die Aufstiegshöhe bei der in der Bildergalerie kartierten Route beträgt knapp mehr als 1.800 Hm. Mit allen Pausen betrug unsere Gesamtzeit 10:02 Stunden. Auf Outdooractive werden 9:40 Stunden reine Gehzeit angegeben, der Autor empfiehlt zwischen 10 und 11 Stunden Gesamtzeit einzuplanen.

die bärige Rundtour wird mit herrlicher Aussicht auf der Pirchnerast beendet.

Die Runde vom Zintberg hat den Charme, daß sie verkürzt werden kann. Nach der Gartalm kann man direkt zur Kellerjochhütte aufsteigen, dann beträgt die Gesamtstrecke 17,4 km. Die Steighöhe bei Auslassung der Knappenkapelle und Benutzung des Wegs zur Materialseilbahn sowie zurück über die Proxenalm beträgt in diesem Fall 1.380 Hm. Allerdings ist die Umrundung dann nicht komplett und kein Gipfel dabei. Die reine Gehzeit beziffert Outdooractive mit 7:25 Stunden.

Mils, 28.06.2026